München: Palhinha äußert sich überraschend zu seiner Zukunft bei Bayern

Bayerns Palhinha mit völlig überraschender Aussage zu seiner Zukunft - BILD

Palhinhas überraschende Aussage

João Palhinha (31) hat sich entgegen der bisherigen Annahmen zu seiner Zukunft beim FC Bayern geäußert. Obwohl in den letzten Wochen eine Trennung zwischen dem Verein und dem Spieler, dessen Vertrag bis 2028 läuft, als wahrscheinlich galt, äußerte sich Palhinha nach einem Testspiel in Wiesbaden überraschend. Auf dem Weg zum Mannschaftsbus erklärte er, dass er seine Position behalten möchte.

Diese Aussage steht im Kontrast zu den vorherigen Äußerungen von Sportdirektor Christoph Freund (48). Freund hatte kurz zuvor die Verkaufsabsicht des Vereins bekräftigt. Er erklärte, dass Palhinha und Sacha Boey zwar mittrainieren, aber in den Planungen keine große Rolle mehr spielen würden. Der Plan sei, dass beide Spieler ihre nächsten Schritte woanders gehen sollen.

Trainer Vincent Kompany (40) plant offenbar ohne die beiden Spieler, und der Klub möchte durch deren Verkäufe Einnahmen erzielen. Freund betonte, dass sowohl Palhinha als auch Boey einen Markt hätten und für viele Mannschaften interessant seien. Eine erneute Leihe schloss er nicht explizit aus, bezeichnete sie aber nicht als den aktuellen Plan des Vereins.

Hintergrund der Transferpläne

In den vergangenen Monaten schien es, als ob nicht nur der FC Bayern eine Trennung von Palhinha anstrebt, sondern auch der Mittelfeldspieler selbst einen dauerhaften Wechsel vom deutschen Rekordmeister forcieren wollte. Ein deutlicher Hinweis darauf war eine Kaufoption für Tottenham Hotspur in Höhe von rund 30 Mio. Euro während seiner Leihe in der vergangenen Saison, die jedoch nicht gezogen wurde.

Berichten zufolge verhandelte Palhinhas Umfeld zuletzt mit mehreren Vereinen, darunter Sporting und Benfica Lissabon sowie Aston Villa. Bislang konnten sich die Interessenten jedoch nicht mit dem FC Bayern auf die Modalitäten eines Wechsels einigen. Palhinha hatte sich erst am vergangenen Montag der Saisonvorbereitung der Münchner angeschlossen.

Die Transferaktivitäten des FC Bayern sind in diesem Sommer bereits umfangreich. Der Verein hat bereits Ismael Saibari und Nathaniel Brown verpflichtet, wodurch die Ausgaben bereits über 100 Millionen Euro liegen. Ehrenpräsident Uli Hoeneß drängt laut Berichten darauf, durch Spielerverkäufe Einnahmen zu generieren. Der Fokus liegt dabei auf festen Verkäufen, nicht auf Leihgeschäften.

Weitere Spieler auf der Verkaufsliste

Neben João Palhinha und Sacha Boey stehen auch weitere Spieler im Fokus für mögliche Verkäufe. Bryan Zaragoza und das Talent Armindo Sieb könnten den Verein ebenfalls verlassen. Palhinha, Boey und Zaragoza kehrten nach Leihgeschäften – Palhinha von Tottenham Hotspur, Boey von Galatasaray und Zaragoza von der AS Rom – zum FC Bayern zurück und nehmen derzeit an der Sommervorbereitung unter Trainer Vincent Kompany teil.

Der FC Bayern ist laut Berichten auch bereit, „außergewöhnliche“ Angebote für Hiroki Ito und Alphonso Davies anzuhören. Ito konnte sich in München noch nicht beweisen, während Davies zuletzt oft verletzungsbedingt fehlte. Die Linksverteidiger-Position wurde zudem durch die Verpflichtung von Nathaniel Brown verstärkt.

Auf der Zugangsseite wird sich beim FC Bayern voraussichtlich nicht mehr viel tun. Die Verantwortlichen beabsichtigen, maximal einen weiteren Spieler zu verpflichten, sofern keine unerwarteten Entwicklungen eintreten. Der Verein hat in diesem Sommer bereits knapp 35 Millionen Euro durch Spielerverkäufe eingenommen. Zu den Abgängen zählen Noël Aséko, der für zwölf Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt wechselte, Daniel Peretz für acht Millionen Euro zum FC Southampton, Alexander Nübel für 6,25 Millionen Euro zu Besiktas Istanbul und Jonah Kusi-Asare für sechs Millionen Euro zum FC Fulham.

Zudem wechselte Lovro Zvonarek für 1,5 Millionen Euro zu Estrela Amadora. Leon Goretzka und Raphael Guerreiro verließen den Verein ablösefrei.

Die jüngste Aussage von Palhinha deutet auf eine mögliche Kursänderung in seinen Zukunftsplanungen hin, obwohl der Verein weiterhin Verkaufsabsichten verfolgt.

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Source: bild.de

Julia Neumann ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.