Pogacar schreibt Radsport-Geschichte mit fünftem Toursieg

Außergewöhnlicher Tour-Gigant: Auf den letzten Metern findet Tadej Pogacar doch noch seinen Meister

Pogacar schreibt Geschichte bei der Tour de France

Der 26. Juli 2026 markiert einen bedeutenden Tag im Radsport, da Tadej Pogacar seinen fünften Sieg bei der Tour de France errang. Damit reiht er sich in eine Gruppe von Fahrern ein, die ebenfalls fünfmal triumphierten: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Pogacar ist der jüngste dieser Gruppe, der diesen Meilenstein erreicht hat.

Die 21. und letzte Etappe der Tour, die ursprünglich 133 Kilometer lang war, wurde auf 89 Kilometer verkürzt. Dies geschah aufgrund von Personalengpässen bei der Polizei in Paris, die zur Bekämpfung von Waldbränden in den Südwesten des Landes entsandt wurden. Der Anstieg zur Basilika Sacré-Cœur blieb jedoch Teil der Strecke, wo zahlreiche Zuschauer die Fahrer anfeuerten.

Mathieu van der Poel gewann die prestigeträchtige letzte Etappe. Er setzte sich wenige Kilometer vor dem Ziel von Pogacar ab. Obwohl beide 50 Meter vor dem Ziel eingeholt wurden, konnte van der Poel seinen zweiten Etappensieg mit einem knappen Vorsprung sichern. Pogacar beendete die Etappe auf dem 30. Platz.

Dominanz und Herausforderungen

Pogacar zeigte während der gesamten Tour eine außergewöhnliche Leistung über 3245 Kilometer von Barcelona nach Paris. Er gewann fünf Etappen und baute seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Remco Evenepoel in der Gesamtwertung auf sechs Minuten aus. Evenepoel zeigte sich zufrieden mit seiner Leistung, da er Pogacar nur im Zeitfahren Paroli bieten konnte, welches er gewann.

Eine seiner beeindruckendsten Leistungen zeigte Pogacar am Alpe d’Huez, wo er dreieinhalb Minuten auf eine Ausreißergruppe aufholte. Dabei verbesserte er den 31 Jahre alten Rekord von Marco Pantani für den 13,8 Kilometer langen Schlussanstieg. Auch am Col du Tourmalet in den Pyrenäen stellte Pogacar eine neue Bestleistung auf.

Die Tour war auch von nächtlichen Dopingkontrollen geprägt, die teilweise auf Unverständnis stießen. Jonas Vingegaard, der Zweitplatzierte, stürzte am Tag nach einer solchen Kontrolle und musste das Rennen aufgeben. Pogacar zeigte sich mitfühlend gegenüber seinen Konkurrenten.

Weitere Auszeichnungen und Zukunftsaussichten

Das Sprinttrikot sicherte sich der Däne Mads Pedersen. Als bester Bergfahrer wurde der Ecuadorianer Richard Carapaz ausgezeichnet. Das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers ging an den Mexikaner Isaac del Toro aus Pogacars Team UAE Emirates. Das Team Lidl Trek gewann die Mannschaftswertung.

Pogacar äußerte sich zu seiner Dominanz und erklärte, dass er sich seit 2024 nicht wesentlich stärker fühle, aber mehr Erfahrung gesammelt habe und sich kleine Details verbesserten. Die Radsportlegende Eddy Merckx prognostizierte, dass Pogacar bald seinen Rekord an Tour-Siegen brechen könnte.

Es wird berichtet, dass Pogacar dem spanischen König Felipe VI. eine Zusage für die Teilnahme an der Vuelta ab dem 22. August gegeben haben soll. Pogacar möchte jedoch zunächst den Tag seines Tour-Sieges genießen.

Der Slowene hat nun 26 Etappensiege bei der Tour de France. Nur Mark Cavendish mit 35, Merckx mit 34 und Hinault mit 28 Siegen liegen noch vor ihm.

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Source: n-tv.de

Julia Neumann ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.