Köln und Dortmund kämpfen um Said El Mala

Transferpoker um Said El Mala
Der Transferpoker um Said El Mala vom 1. FC Köln entwickelt sich zu einem zentralen Thema des aktuellen Bundesliga-Sommers. Borussia Dortmund zeigt großes Interesse an dem Stürmer und hat bereits ein Angebot für den Spieler unterbreitet. Nach vorliegenden Informationen hat der BVB eine Sofort-Ablöse von 34 Millionen Euro beim FC hinterlegt, ergänzt durch mögliche Bonuszahlungen von 10 Millionen Euro. Zuvor waren lediglich 6 Millionen Euro an Bonuszahlungen bekannt.
Diese Offerte sorgt für Irritationen, da der 1. FC Köln intern festgelegt hat, dass El Mala, dessen Vertrag bis 2030 läuft, den Verein im Gesamtpaket nicht unter 50 Millionen Euro verlassen soll. Ein ähnliches Angebot, wie es der BVB nun vorgelegt hat, wurde vom FC bereits vor Wochen von Brighton aus England abgelehnt.
Interessanterweise hatte der 1. FC Köln sich bereits mit dem Premier-League-Klub Brentford auf eine feste Ablösesumme von 45 Millionen Euro plus 5 Millionen Euro Boni geeinigt. El Mala ließ diesen vermeintlich sicheren Deal jedoch platzen, da er seine Karriere lieber in der Bundesliga fortsetzen möchte.
Obwohl das aktuelle 44-Millionen-Euro-Paket des BVB intern als Schmerzgrenze festgelegt wurde, könnte der Transfer noch einmal an Fahrt gewinnen. Dies wäre der Fall, wenn Dortmund die Sofort-Ablöse noch erhöhen würde. Trainer Niko Kovac hat den Wunsch geäußert, zwei weitere Top-Offensivspieler zu verpflichten.
BVB-Sportdirektor äußert sich zu Transfergerüchten
Ole Book, der Sportdirektor von Borussia Dortmund, hält sich bezüglich der Transferplanungen bedeckt und spricht von „Falschinfos“ im Zusammenhang mit den jüngsten Spekulationen. Im Rahmen eines Testspiels des BVB gegen Fortuna Düsseldorf äußerte sich Book zu der Situation auf dem Transfermarkt als „grundsätzlich unverändert“.
Book betonte, dass der Verein grundsätzlich gerne noch Offensivspieler verpflichten würde. Er verwies jedoch darauf, dass man die Gesetze des Marktes beachten und mit der Zeit gehen müsse, wobei das Timing entscheidend sei. Der Sportdirektor stellte klar, dass der BVB zwei Offensivpositionen besetzen möchte und glücklich sei, die Achse der Mannschaft zusammenhalten zu können.
Das Transferfenster in der Fußball-Bundesliga ist noch bis zum 1. September geöffnet. Book möchte sich nicht unter Druck setzen lassen und betonte, dass es in erster Linie darum gehe, die richtigen Entscheidungen zu treffen und nicht um Geschwindigkeit. Er fügte hinzu, dass es jedem bewusst sei, dass der BVB keine Spieler kommentiere, die nicht Teil von Borussia Dortmund sind.
Der BVB-Funktionär beklagte die „Fülle an Falschinfos“ in den letzten Tagen und zeigte sich erfreut darüber, dass die Reihen bei Borussia Dortmund geschlossen seien und nichts mehr nach außen dringe. Neben El Mala wird derzeit auch Konstantinos Karetsas vom KRC Genk als potenzieller Neuzugang für die Offensive des BVB gehandelt.
Die Möglichkeit, dass El Mala noch teurer wird, besteht. Er hat gute Chancen, unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp Nationalspieler zu werden, was seinen Marktwert, der laut Transfermarkt.de aktuell bei 45 Millionen Euro liegt, weiter steigern könnte. Eine mögliche Zerstörung der Fanfreundschaft zwischen dem BVB und Köln durch das Transfer-Tauziehen wird als unwahrscheinlich angesehen. Ein ähnlicher Fall ereignete sich 2022, als Anthony Modeste für 5 Millionen Euro von Köln zum BVB wechselte, ohne die Fanbeziehungen zu beeinträchtigen.

Book wird nicht mit dem Team nach Japan reisen, da er sich in der Heimat um wichtige Transfers kümmern muss, die sowohl Zu- als auch Abgänge betreffen.
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Source: bild.de