Klopp als Bundestrainer vorgestellt: Medien reagieren auf Rücktrittsdrohung

„Jürgen Klopp droht mit sofortigem Rücktritt!“ – Stimmen zum neuen Bundestrainer

Jürgen Klopp, der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und Liverpool, wurde offiziell als neuer Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft vorgestellt. Er tritt die Nachfolge von Julian Nagelsmann an. Die internationale Presse reagierte auf seine Vorstellung, insbesondere auf eine deutliche Warnung, die Klopp an die Medien richtete.

Bei seiner Präsentation in Frankfurt äußerte Klopp eine klare Ansage: „Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg.“ Diese Aussage wurde von verschiedenen internationalen Medien aufgegriffen. Die englische „The Telegraph“ berichtete, dass Klopp bereits am Tag seiner Vorstellung mit Rücktritt drohe und ein Ultimatum stelle. Auch der „Daily Express“ und die italienische „Gazzetta dello Sport“ thematisierten Klopps Warnung vor persönlichen Angriffen.

Internationale Pressestimmen zur Ernennung

Die englische „BBC“ fragte, ob Klopp ein „Messias oder bloße Kosmetik“ sei und ob er die Zweifler beim Wiederaufbau der deutschen Nationalmannschaft überzeugen könne. „The Sun“ hob Klopps „eindringliche Warnung“ hervor, seine Familie in Ruhe zu lassen, und seine Drohung, den Job bei Kritik unter der Gürtellinie hinzuschmeißen. „The Mirror“ bezeichnete Klopps Ernennung als „das am schlechtesten gehütete Geheimnis des Fußballs“.

Die spanische „Marca“ betonte, dass nun alle Blicke auf Klopp gerichtet seien. Seine Fähigkeit, konkurrenzfähige Mannschaften aufzubauen, sei die große Hoffnung für Deutschland, um verlorenes Prestige zurückzugewinnen und wieder um große Titel mitzuspielen. „Sport“ hob hervor, dass Klopp als globaler Fußballdirektor von Red Bull die Notwendigkeit einer Erneuerung im deutschen Fußball, auch in den Nachwuchsmannschaften, erkannt habe. Seine intensive Art, die Verbindung zu Spielern und seine Erfahrung unter hohem Druck machten ihn zu einer wertvollen Verstärkung.

Die französische „L’Équipe“ merkte an, dass Klopp mit 59 Jahren zum ersten Mal in seiner Karriere den Alltag eines Nationaltrainers erleben werde, mit der Verantwortung, einem vierfachen Weltmeister neuen Schwung zu verleihen. „Le Monde“ sah seine Verpflichtung im Einklang mit seiner Karriere, die auf dem Wiederaufbau kriselnder Mannschaften basiere. Das US-Portal „ESPN“ stellte die Frage, ob Klopp nach einer zweijährigen Auszeit der richtige Mann für den Job sei und ob der Job der richtige für ihn sei, da der deutsche Fußball einen Kulturwandel brauche.

Klopps Berater Marc Kosicke im Fokus

Marc Kosicke, Klopps Berater und Freund, wird eine wichtige Rolle im neuen Team des Bundestrainers spielen. Klopp hat Kosicke als externen Mitarbeiter zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) geholt, in der Rolle als „Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation“. Klopp betonte, dass es nicht ausreiche, nur einen Cheftrainer zu haben, und dass viele Dinge geändert werden müssten.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf bestätigte die enge Verbindung zwischen Klopp und Kosicke und sagte, dass sie „nur im Paket zu haben sind“. Kosicke, der seine Agentur „Projekt B“ im Jahr 2007 gründete, gilt als „Erfinder“ des Trainer-Beraters und als „Trainerflüsterer“, insbesondere für Klopp. Er war auch zwölf Jahre lang Berater von Julian Nagelsmann, bevor dieser sich neu aufstellte.

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Marc Kosicke kennt Jürgen Klopp schon seit vielen Jahren.(Foto:IMAGO/Picture Point LE) Credit: n-tv.de

Kosicke, der seine Agentur später unter dem Namen Projectfive führte, vertritt eine Vielzahl von Trainern, Fußballern und weiteren Persönlichkeiten. Für seine neue Rolle beim DFB gibt er seinen Posten als Geschäftsführer auf. Er soll auch die Außendarstellung des Verbandes verbessern.

Klopp beendet mit dieser Ernennung seine zweijährige Trainerpause.

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Source: bild.de

Niklas Wolf ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.